
„Grenzen überwinden“ in der Praxis – Inklusionstag der PPC-Schule begeistert
- Posted by PPC-Limburg
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- Date 7. Februar 2026
„Grenzen überwinden“ in der Praxis – Inklusionstag der PPC-Schule begeistert
Ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion setzten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg mit einem selbst organisierten Inklusionstag in der Limburger WERKstadt.
Mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher des Einkaufs- und Dienstleistungszentrums WERKstadt erlebten bei einem vielfältigen, interaktiven Programm eindrucksvoll, wie das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen kann.
In seiner Begrüßung sprach Schulleiter Detlef Winkler von einem „Tag der Gemeinschaft, an dem wir ein deutliches Zeichen an die Öffentlichkeit senden wollen“. Die Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg stehe für Werte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Als UNESCO-Projektschule mit dem Leitbild „Grenzen überwinden“ sei es den Schülerinnen und Schülern ein besonderes Anliegen, diese Werte aktiv in die Stadtgesellschaft hineinzutragen.
Den Auftakt bildete ein Podiumsgespräch, in dem Gäste aus unterschiedlichen Lebensbereichen ihre Perspektiven auf eine selbstverständliche und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben schilderten. Unter ihnen war Thomas Böhme, Bronzemedaillengewinner mit dem deutschen Rollstuhlbasketball-Team bei den Paralympics in Paris. Der Inklusionsbotschafter berichtete offen über bestehende Barrieren im Alltag und stellte sein Kinderbuch über den Jungen Tommy vor – eine ermutigende Geschichte über Träume, Mut und Selbstvertrauen.
Ein weiteres beeindruckendes Beispiel für gelebte Inklusion lieferte Ben Schröder, ein junger Mann mit Down-Syndrom, der heute an der Rezeption der Limburger Lebenshilfe arbeitet. Mit viel Offenheit und Energie sprach er über seine Stärken, Herausforderungen und Erfahrungen und begeisterte damit das Publikum.
Moderator Andreas Nattermann stellte zudem Tim-Ludwig Pistor, den Behindertenbeauftragten der Stadt Limburg, vor. Dieser berichtete von einer besonderen Aktion, bei der Mitarbeitende der Stadtverwaltung die Innenstadt im Rollstuhl erkundeten, um Barrieren unmittelbar zu erfahren. „Viele Menschen nehmen diese Probleme nicht wahr – deshalb ist dieser Tag so wichtig“, betonte Pistor.
Auch der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Jörg Sauer (SPD) würdigte die Veranstaltung. Er verwies auf Fortschritte in der Frühförderung und Schulsozialarbeit, machte aber auch deutlich, dass insbesondere beim Übergang von der Schule in den Beruf weiterer Handlungsbedarf bestehe. Er dankte den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schule ausdrücklich für ihr Engagement sowie allen Unterstützenden, darunter den Inklusionsbeiräten, den beteiligten Vereinen und Selbsthilfegruppen sowie Marcel Kremer, dem Hausherrn der WERKstadt.
Neben Information und Austausch bot der Inklusionstag zahlreiche Mitmach- und Showelemente. Große Aufmerksamkeit erhielt der 13-jährige Eliah Caputo, der als Supertalent im Rollstuhl-Tischtennis sein Können präsentierte. Ein besonderer Publikumsmagnet war die inklusive Modenschau, bei der Models mit und ohne Beeinträchtigungen aktuelle Modetrends aus Boutiquen der Werkstadt vorführten. Musikalisch begleitet wurde die Show von der inklusiven Lebenshilfe-Band „Jukebox“, bevor ein gemeinsames Tanz-Event mit dem Tanzcentrum Josat-Dörr den Tag schwungvoll abrundete.
Vorbereitet und durchgeführt wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 13 des Berfulichen Gymnasiums, die im Projektunterricht eigenständig Verantwortung übernommen hatten. Unterstützt wurden sie dabei von Schulsozialarbeiter Florian Will sowie den Lehrkräften Jörg Plattner und Jannis Seyffert.
Der Inklusionstag machte eindrucksvoll deutlich: Inklusion ist kein abstraktes Ziel, sondern eine Aufgabe, die gemeinsam gestaltet werden kann – und die an der Peter-Paul-Cahensly-Schule aktiv gelebt wird.
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