
UNESCO-Nachhaltigkeitswoche an der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg
- Posted by PPC-Limburg
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- Date 9. Juni 2026
UNESCO-Nachhaltigkeitswoche an der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg
Drei Tage lang stand an der Peter-Paul-Cahensly-Schule in Limburg alles im Zeichen von Nachhaltigkeit, globaler Verantwortung und aktivem Mitgestalten: Im Rahmen der UNESCO-Nachhaltigkeitswoche beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums intensiv mit ökologischen, gesellschaftlichen und demokratischen Zukunftsfragen – praxisnah, kreativ und mit beeindruckendem Engagement.
Als „mitarbeitende UNESCO-Schule“ verfolgt die Peter-Paul-Cahensly-Schule das Ziel, Bildung weit über reine Wissensvermittlung hinaus zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen Weltoffenheit, Menschenrechte, Demokratiebildung und nachhaltiges Handeln. Seit Sommer 2021 gehört die Schule zum internationalen UNESCO-Schulnetzwerk und gestaltet diese Werte aktiv im Schulalltag mit. Heute ist die Schulgemeinschaft Teil eines weltweiten Netzwerks von rund 12.000 UNESCO-Projektschulen in 182 Ländern.
„UNESCO-Projektschulen zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollen Weltbürgern heranwachsen zu lassen“, erklärt Petra Schneider-Staiger, stellvertretende Schulleiterin und federführend verantwortlich für das UNESCO-Projekt an der Schule. „Dass wir diesen Status erreicht haben, ist das Ergebnis einer engagierten Schulgemeinschaft. Die UNESCO-Ziele schärfen unser Schulprofil und schaffen zeitgerechte Formen der projektorientierten Zusammenarbeit.“
Nachhaltigkeit erleben – Verantwortung übernehmen
Die Nachhaltigkeitswoche zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Nachhaltigkeit gedacht und gelebt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich aus zahlreichen Workshops innerhalb und außerhalb der Schule einwählen und dabei ganz unterschiedliche Perspektiven kennenlernen.
Im interaktiven Planspiel „Sustain 2030“ schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam entwickelten sie Strategien gegen Klimawandel, Ressourcenknappheit und soziale Ungleichheit. Dabei wurde schnell deutlich, wie komplex nachhaltige Entscheidungen sind – und wie wichtig Zusammenarbeit, Kommunikation und kreatives Denken für die Zukunft unserer Gesellschaft sein werden. Naturwissenschaftlich wurde es beim Workshop „Wie gesund ist unser Wasser?“. Nach einer Exkursion zum Linterbach im Linterer Wald untersuchten die Jugendlichen die Wasserqualität anhand biologischer und chemischer Analysen. Im Labor der Schule wurden Wasserproben auf Mineralstoffe, Schwermetalle und den pH-Wert geprüft. So konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erforschen, wie es um die Gesundheit eines heimischen Gewässers steht.
Ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte der Workshop „Stark für Demokratie – Haltung zeigen durch den richtigen Umgang mit Diskriminierung“. Hier beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Ausgrenzung, Vorurteilen und demokratiefeindlichem Verhalten. Sie lernten konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen, um in schwierigen Situationen sicher und respektvoll Stellung zu beziehen und Betroffene zu unterstützen.
Lernen außerhalb des Klassenzimmers
Auch ökologische Zusammenhänge standen im Fokus der Woche. Beim Workshop „Wald und Wild – Was hat die Jagd mit Klimaschutz zu tun?“ diskutierten die Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen nachhaltiger Forstwirtschaft, Wildpopulationen und Klimaschutz. Dabei wurde deutlich, wie eng regionale
Ernährung, Artenvielfalt und der Schutz heimischer Wälder miteinander verbunden sind. Praktischen Umweltschutz erlebten die Schülerinnen und Schüler bei der Aktion „Sauber statt egal – ihr macht den Unterschied!“. Gemeinsam mit der Max-Stillger-Stiftung sammelten sie Müll in Limburg und rund um die Schule. Die Aktion setzte ein sichtbares Zeichen für Verantwortung und zeigte: Nachhaltigkeit beginnt direkt vor der eigenen Haustür.
Im Forstlichen Bildungszentrum Weilburg erhielten die Jugendlichen beim Projekttag
„Wald im Klimawandel“ spannende Einblicke in die nachhaltige Waldbewirtschaftung Hessens. Nach theoretischen Impulsen ging es direkt hinaus in den Wald, wo die Schülerinnen und Schüler die Herausforderungen des Klimawandels für das Ökosystem Wald hautnah erleben konnten. Naturverbunden und kreativ wurde esbeim Workshop „Nachhaltigkeit und Wildkräuter“ in Löhnberg. Gemeinsam mit der zertifizierten Wald- und Heilpflanzenpädagogin Mira Spangenberger entdeckten die Schülerinnen und Schüler heimische Wildkräuter und deren Bedeutung für nachhaltige Ernährung und Gesundheit. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Kochen einer Kräutersuppe über dem Lagerfeuer.
Auch die Exkursion zur Grube Messel in der Nähe von Darmstadt bot faszinierende Einblicke in die Geschichte unseres Planeten. Themen wie Evolution, Vulkanismus und Fossilisation wurden vor Ort anschaulich vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler konnten Fossilien untersuchen und Originalfunde bestaunen – ein eindrucksvoller Blick in die Vergangenheit, der zugleich wichtige Fragen für die Zukunft aufwarf.
Die UNESCO-Nachhaltigkeitswoche machte deutlich: Lernen bedeutet an der Peter-Paul-Cahensly-Schule nicht nur Unterricht im Klassenraum, sondern auch Verantwortung übernehmen, gemeinsam handeln und Zukunft gestalten. Mit großem Interesse, Offenheit und Engagement haben die Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass nachhaltiges Denken und Handeln fest in ihrer Lebenswelt angekommen sind.
Kontaktdaten:
Peter-Paul-Cahensly-Schule
Zeppelinstr. 39
65549 Limburg
Telefon 06431 9479-0
Telefax 06431 9479-42
Homepage www.ppc-schule.com
E-Mail sekretariat@ppc-schule.de
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